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Smart Mobility ist das grosse Zukunftsthema im Bereich öffentlichen Verkehr. Kein Wunder: Das mittels intelligenter digitaler Tools geschaffene Optimierungspotenzial im Bahnbereich ist vielversprechend.

Schienenverkehr ist kostspielig in Bau, Betrieb und Instandhaltung. Wächst die Nachfrage, erweitern Bahnsystembetreiber die Netzinfrastruktur mit neuen Strecken oder zusätzlichen Gleisen. Solche klassischen Lösungen sind aufgrund der Platzknappheit in den Städten oder der damit verbundenen Investitionen nicht überall möglich.

Abhilfe schaffen digitale Lösungen, anhand derer die Zukunftsfähigkeit und Finanzierung des umweltfreundlichen Verkehrs mittels künstlicher Intelligenz gesichert wird. Dabei geht es um kostengünstige Alternativen, mit denen die vorhandene Bahninfrastruktur effizienter genutzt wird. Eine zentrale Rolle übernimmt hier die softwareunterstützte Planung: Sie optimiert den Betrieb und macht Investitionen hinfällig.

Digitale Entscheidungsunterstützung

Künstliche Intelligenz im Bahnbereich wird vor allem für koordinative Aspekte eingesetzt. Dank der Optimierung von Verkehrs- und Warenflüssen wird die Kapazität des Schienennetzes erhöht. Dies betrifft die optimierte Planung und Steuerung von Zug- und Lokomotivbewegungen, des Güterumschlags und der Stillstände von Personen- und Güterzügen. Dabei werden Disponenten durch ein sogenanntes «Decision Support System» (DSS) unterstützt, das Handlungsoptionen vorschlägt, welche Operatoren auswählen, gegebenenfalls bearbeiten oder weiter optimieren. Durch die mittels KI-Unterstützung maschinell umgehend erarbeiteten Vorschläge befinden sich Operatoren in der Lage, innert sehr kurzer Zeit Entscheidungen zu treffen oder Korrekturen einzuleiten. Damit werden Operationskosten gesenkt, Zugformationen und Fahrerwechsel optimiert und Fahrzeuge überwacht.

Ein weiterer Bereich mit grossem Optimierungspotenzial liegt in der Instandhaltung. Mithilfe digitaler Tools werden Gleisunterhaltsarbeiten störungsfreier integriert, Wartungsausfälle von Fahrzeugen antizipiert respektive besser geplant, um die Anzahl unerwarteter Betriebsprobleme zu reduzieren. Auch in diesem Bereich spielen koordinative Aspekte eine Rolle: Softwareunterstützte Ansätze optimieren die Zuführung von Schienenfahrzeugen in die Werkstätten mit dem Ziel, zusätzlich anfallende Fahrzeugkilometer (und Arbeitsstunden des Personals) zu minimieren – mitunter der Nutzung von Fahrplanfahrten.

Molinari Rail ist Sponsor der Digitaltage Winterthur

Im Rahmen der Smart Mobility ist die Integration solcher Ansätze in übergeordnete oder andere digitale Systeme essenziell. Darauf spezialisiert hat sich die Molinari Rail AG mit Hauptsitz in Winterthur, die am Puls der digitalen und energetischen Transformation im Bahnbereich international tätig ist. Eine ihrer Innovationen ist das «rCE-Powerpack», ein System für die CO2-freie Temperierung von Containertragwagen, das in Zusammenarbeit mit der RailCare AG entwickelt wurde. Mittels einem Softwaretool werden Daten wie Wagenposition, Zuggeschwindigkeit, Lade- und Entladeleistung sowie Containertemperatur in Echtzeit digital überwacht, um die aus dem Achsgenerator erzeugte grüne Energie möglichst effizient einzusetzen und die Kühlung sicherzustellen.

Am Digitaltag erhalten Besucher die Möglichkeit, am gemeinsamen Stand der Molinari Rail AG mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW in eine virtuelle Welt einzutauchen. Mittels VR-Brille erleben Interessierte die atemberaubende Fahrt in einer Hyperloop-Kapsel. Michele Molinari, Inhaber und CEO, wird im Panel zum Thema Smart City und der anschliessenden Podiumsdiskussion in der Lokstadt dabei sein.


*Der Digitaltag findet Covid-19 bedingt komplett digital statt. 
Der physische Event wird voraussichtlich im Mai/Juni stattfinden.